Vom älter werden und "Flurys" 40.


 

Ja das älter werden - jeden triffts jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde. Selbst beim Lesen ältern Sie von Buchstabe zu Buchstabe und nähern sich dem nächsten runden Geburtstag.

 

Mit 10 Jahren dachte man wohl, dass es noch Ewigkeiten bis zum 18. oder gar 20. Geburtstag hin wären und konnte es kaum erwarten. Mit 20 dachten sich dann einige sicher, dass die "30" dafür noch weit entfernt sei, doch das war sie nicht. Zum 30. Geburtstag dachten wohl viele, die "40" sei dann aber wirklich alt und glücklicherweise noch weit entfernt...

 

Man ist ja bekanntlich so alt wie man sich fühlt und wird man erst einmal 40 Jahre alt, dann ist man froh, dass man noch nicht 50 wurde. Kurzum: Mein Schatz hat am 20. März 2015 die 40er Marke geknackt, aber wie es schon auf der Kindertorte stand "Frisch wie eh und je" - auch wenns früher natürlich schon etwas mehr Haare auf dem Kopf gab und man vielleicht weniger mit den Folgen des Schlafmangels zu tun hatte.  Hier nun ersteinmal die Bilder der ersten Überraschungsparty - so hatte sich das Geburtstagskind doch insgeheim sicher auf eine Kinderparty mit Spielchen und co. gefreut...

 

(Hier sind nur 6 der insgesamt 13 anwesendenden Kindergäste auf dem Bild)

Vielleicht gehts aber doch erstmal von Beginn an los. So hatte er sich zum Geburtstag ja auch eine Sonnenfinsternis gewünscht. Am 20. März 2015 war es dann pünktlich zum 40. soweit. Der Mond und die Sonne ergaben am Himmel ein besonderes Spektaktel. Dabei gab meine Canon Eos 600d nochmal alles, um schön kitschige Bilder auf den Chip zu bannen. Sieht die Sonne nicht irgendwie wie ein Herz aus? Gemischte Reflexionen - Absorption, sieht irgendwie aus, als spiegele sich der Mond - was ja aber gar nicht sein kann, vielmehr ist es die der Sonne fehlende Fläche.


Zwar konnte ich dem Geburtstagskind an diesem Tage trotz aller Anstrengungenden keine Sonnenschutzbrille mehr besorgen, dafür hatte einer seiner Kollegen eine im Geschäft, so dass er sie auch live noch erleben konnte.  Am Abend gings dann auf nach Baden, einem seiner einstigen Arbeitsorte und der Ort, an dem unsere Lachmuskeln aufs extremste gefordert wurden: Oropax - Chaos Royal.

 

Noch bevor die letzten Wortgefechte gefallen sind, mussten wir uns schon wieder auf den Weg machen, denn uns erwartete ab 22:45 Uhr in Zürich eine private Flugstunde mit Anflug des alten Hongkonger Flughafens. Kaptitän Flury sass diesmal nicht an Bord eines Zuger Schiffes, er steuerte gleich mal einen Airbus A320 und bekam bis Mitternacht einen herrlichen und technischen Einblick ins Leben eines Flugkapitäns.


Gemütlich ging es dann zuhause weiter, allerdings wurde es da doch später als geplant... 11 Uhr am Samstagmorgen sollte sein Wecker schlagen.  Geheime Party die Nächste...


Ablenkung durch ein Mittagessen mit Häusi und Sara und anschliessender Gartenarbeit mit Plattenverlegen.  Auch Joke sollte Teil des geheimen Plans sein und schaffte es, ihn bis 16:45 Uhr von zuhause fern zu halten. Zuhause liefen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Salate fertig machen, Bowle anreichern, Bänke und Tische aufstellen und Ballons aufblasen. Auch sein Göttikind Aline war  längst mit ihren Brüdern bei uns daheim und packte tatkräftig mit an. Ohne die drei hätte ichs wohl nie halbwegs pünktlich schaffen können.


16:40 Uhr dann die SMS von Joke: "Achtung, Flury kommt" und kurz darauf klingelte das Telefon. Das Geburtstagskind, das von der Garage aus anrief. "Oh nein, zu früh. Wie soll ich ihn jetzt nur ablenken?" Dann fiel mir nichts Besseres ein, als ihn dringend nochmals wegen Milch losschicken zu müssen. Ich hätte ja angeblich so eine Lust auf Milchreis und wir würden es später nicht mehr zum einkaufen schaffen.  Männer - warum glauben sie einen solchen Mist? Er fuhr los, die ersten Gäste trafen ein und als er dann kurz nach 17 Uhr daheim eintraf, war die Überraschung gelungen.


Er hatte tatsächlich nichts von der Party geahnt - und auch nichts vom folgenden Kinderprogramm, bei dem er mit seinem zweiten Göttikind Liv antrat und sich einen erfolgreichen Platz sichern konnte.  Fotos sind dabei leider nicht entstanden, irgendwie war der Kopf dann doch zu voll, so dass die Kamera dann erst später zum Einsatz kam.


Hier aber das Geburtstagskind mit seinen Göttikindern Liv und Aline. Daumen hoch kleine Liv!  ;-)

 

 

40 Jahr, blondes Haar...

 

Geburtstagskind Flury mit seinen Göttikindern Liv und Aline


Nachdem die Kindlein schlafen bzw. nach Hause gingen, gings mit einem Programm und ausreichend Bowle für die Erwachsenen weiter. Bellos "Albtraum" sollte Gestalt annehmen - "das rote Pferd" alias Schlagerstar Markus Becker sollte Einzug halten.  Friendliste "Flury" im Zuger Fabric Club, ebenfalls erst zu späterer Stunde kam dann meine Kamera zum Einsatz. Dabei waren natürlich noch ein paar Grütlihüüler mehr, doch da ruhte sich meine Kamera noch in den Weiten meiner Handtasche aus.


Hier nun das "Best of" vom Schlagerparty-Abend. Und klar durfte Goldkehlchen Flury auf der "Bühne" nicht fehlen - auch wenngleich er leider nur ein paar Wörter vom Regenwurmlied mitsingen durfte...

Und hier nun noch das seltsame Verhalten von Danielle & Jeff - wenn mans nicht besser wüsste, würde man meinen, die beiden hättens aufeinander abgesehen ;-)

Zugegeben - in dieser Nacht fühlte sich wohl niemand so alt, wie er laut Papier eigentlich ist. Es war einer dieser Nächte, an die man noch lange danach grinsend zurück denkt. Ja das rote Pferd...


Hier so ein Youtube Video - für den Fall, dass irgendwer Markus Becker alias das rote Pferd noch nicht kennt:

Festung Vitznau - Geschichtliches und mehr am Sonntag



Nach vier Stunden Schlaf war es am Sonntagmorgen wieder soweit: "Flurys" Wecker klingelte erbarmungslos laut vor sich hin. Aufrichten, strecken und nochmals 10 Minuten zurück ins Bett fallend - er hatte es an diesem Wochenende wahrlich nicht leicht.  Doch was ihn dafür bei seinen Eltern ab 10:30 Uhr erwartete, liess den Schlafmangel schnell vergessen. Ein riesiges Brunch-Buffet mit leckerem Käse, Marmelade, leckerer Konfi, selbstgemachten Bircher Müsli und natürlich der so beliebte selbstgemachte Hefezopf seiner "kleinen" Schwester  und dazu Kaffee nach Wahl liessen das "Wochenend-Geburtstagskind" wieder strahlen.


Nach einer ordentlichen Stärkung war das Katerchen verschwunden und es ging auf zum nächsten Überraschungsausflug. Es galt, die ehemals hoch geheime Artilleriefestung Vitznau zu entdecken und sich später im Armbrustschiessen zu messen. Klar, wer da gewonnen und mehrmals mitten ins Schwarze getroffen hatte oder? Mama Flury, zielsicher und punktgenau. 


Hier ein paar Fakten zur Festung, die seit 1998 für "Nachzüglerspione" und Neugierige dank dem Verein Festung Vitznau gar nicht mehr hochgeheim und offen für alle ist. Weitere Infos finden Sie auch auf der Homepage http://www.festung-vitznau.ch/

Festung Vitznau - Geschichte und Daten

 

Typ: Artillerie-Felsfort (Kasemattenwerk)

Auftrag: Sperren der Achsen Luzern-Stans, Allwegübergang, Brünigpass, Engelbergertal, Schutz des Flugplatzes Buochs/Ennetbürgen

Erbaut: Dezember 1941 bis Januar 1943 (13 Monate)

Bewaffnung: zwei 10,5cm Kanonen Ordonanz 1939 auf Ständerlafetten (Lizenzbau der Bofors-Kanone von 1927), Maschinengewehrstellungen, Handgranatenauswurf. 1 Kanone kostete 1941 Fr.150'000.- inkl. Panzerung

Einschiessen: 16. Februar 1943

Reichweite: mit Stahlgranate 17,5km, mit Spitzgranate (ab 1946 entwickelt) bis 21,4km

Richtbereiche: -1° bis 45°, Seite + / - 30°

Munition: Ladungen 1-6 (1975: ca. 40t Pulver gelagert), Stahlgranaten und Rauchstahlgranaten mit Momentanzünder (1975: ca.17'000 Stk gelagert)

Kadenz: Bis zu 15 Schuss pro Minute

Aussenverteidigung: Eigene Minenwerferstellungen, Minen, MG-Stellungen, Bunker

Besatzung: Kriegsbestand 1943: 337 Mann (inkl. obere & untere Nas), 1975: 146 Mann (inkl. 1 L Flab-Zug), 1991: 120 Mann

Kriegsproviant: für 121 Mann und 54 Tage (ca. 1975: 6600 Essportionen)

Nachrüstung: 1954 Bau des Druck-Entlastungsstollen, 1959 Einbau des Atomfilters und des Antennenraumes