Zürichs Sechseläuten 2015

Jeweils am dritten Montag im April findet das traditionelle Sechseläuten statt. Die Zürcher Zünfte ziehen an diesem Tag zu Fuss oder hoch zu Ross in historischen Kostümen durch die Stadt. In Scharen strömen Zuschauer, Zünfte und all die geladenen Gäste durch die Stadt - das Ziel: Der Sechseläutenplatz am Bellevue - etwa 20 Minuten zu Fuss vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt, herrlich am Zürcher See gelegen. Ab 18 Uhr brennt dort der "Scheiterhaufen", auf dem der mit Sprengstoff gefüllte Schneemann aus Stoff und Holz - der sogenannte Böögg - auf seine Verbrennung wartet.

 

Reitergruppen umkreisen zu Klängen des "Sechseläutenmarsches" den Scheiterhaufen. Umso weniger Reitergruppen Zeit haben, den Böögg vor der Explosion einzukreisen, umso besser die Prognose für den Sommer - umso schneller der Böögg also den Kopf verliert, umso wärmer soll der Sommer werden. Der Böögg wird jährlich nach genauen Vorgaben gebaut und beinhaltet zum Leidwesen der Rösser leider auch jede Menge Sprengstoff.

 

Die Zünfte nehmen traditionell nach der Böögg-Verbrennung ihr Z´Nacht in ihrem Zunfthaus ein.  Sie stärken sich für den weiteren Abend, bei dem sie ihre farbigen Zunftlaternen anzünden und traditionell drei anderen Zünften einen Besuch abstatten. Rund um die Zunfthäuser erklingt derweil die passende Musik, die gekonnt von den Zunftmusikern in Szene gesetzt wird.   

 

Die "Ältesten" der Zünfte, die sogenannten "Stubenhocker",  bleiben zusammen mit dem Zunftmeister im eigenen Zunfthaus zurück und empfangen derweil die anderen drei Zünfte.  Wer sich gegenseitig besucht, wird vom Zentralkomitee der Zünfte Zürichs im Voraus festgelegt. Sehr interessant, wenn man ein Blick hinter die Kulissen wirft und erfährt, wie das ganze mit den Zünften eigentlich schon im Mittelalter begann und wer heutzutage eigentlich alles ein Zünfter ist... 

 

Infos auch unter www.sechselaeuten.ch

 

 

Jäger und Sammler - hier nun viel zu viele Bilder und ein kleiner Querschnitt - ohne den brennenden Böögg...

Copyright Juliane Krappe