Die Basler Fasnacht ist definitiv sehr speziell - 72 Stunden lang, ab dem Morgestraich befindet sich Basels Innenstadt in einem herrlich fröhlich, wenn auch teils melancholischen Zustand. Pfeiffen und Trommler ziehen ab 4 Uhr im Dunkeln durch Basel, die Lichter der Stadt sind erloschen. Umgeben von dutzenden Laternen, Masken, Zug- und Kopflaternen wird dieser Marsch wohl zu einer der eindringlichsten und lebhaftesten Traditionen des Landes. Noch lange danach hört man im Kopfe das Pfeifen und die historischen Melodien und ist beeindruckt von der Kreativität der Basler Fasnächtler.
Wer es (wie ich) am Montagmorgen noch nicht nach Basel geschafft hat, der kommt auch am Dienstag und Mittwoch voll auf seine Kosten. Doch sollte man definitiv etwas mehr Zeit einplanen...
Mittwoch findet nochmals der grosse Umzug von Montag (Cortège) statt. Guggen, Pfeiffer, Trommler und all die Laternen kommen erneut zur Geltung. Es gibt eine innere und eine äussere Route, wer da den Überblick verliert, ist nicht allein. Von überall her, aus den kleinsten Gassen ziehen neue Performationen ins Getummel und man trifft auf Gestalten, die einen zum lachen, aber auch zum fürchten bringen. Bis spät in die Nacht hinein kann man hier das bunte Treiben beobachten und wenn man Glück hat, erlebt man in einer der Beizen noch ein Schnitzelbank.
Mehr über die "drey scheenschte Dääg" finden Sie (vielleicht gar für Ihren Unterricht?) unter: http://www.baslerfasnacht.info