Als ich letzten Winter mit meinem Smart durch Glarus Nord fuhr, ertönte auf einmal ein riesen grosser Knall. Es donnerte und krachte etwa eine Minute lang. Was dieses Geräusch auslöste, erfuhr ich erst am Abend: Es war die gefürchtete Staublaui von Netstal, die glücklicherweise letzten Winter nicht mit voller Wucht zuschlug.
In den nächsten Wochen detschte und donnerte es immer wieder im ganzen Kanton Glarus. So auch dieses Jahr. Nur gab es in diesem Jahr bisher noch bessere Bedingungen für die Lauis. Auf reichlich Schnee folgte ein Temperaturwechsel. Der "älteste Glarner" - der Fön - blies ab dem 23.12. 2013 vom Tödi aus ins Tal.
Ab und an trägt der Tödi einen Hut - der Vorbote des ältesten Glarners
Zuhinterst im Zigerschlitz braut sich an einigen Tagen etwas zusammen, das ich auch nach einem Jahr Glarnerland immer wieder faszinierend finde. Wolkenlagen schieben sich übereinander, verformen sich, fliessen ineinander über und verdrängen sich gegenseitig.
Wer schon als Kind stundenlang in die Wolken schauen konnte, kommt im Glarnerland so richtig auf seine Kosten. Hier noch ein paar Bilder vor dem grossen Temperaturumschwung...
Am 24.12. 2013 fuhr ich am späten Vormittag Richtung Schwändi. Schon von weitem hörte ich das mir nun bekannte "Detschen" und Donnern der in Talrichtung brausenden Lawinen. Quasi im Minutentakt löste sich der Schnee von den Hängen und ballte sich zu tonnenschweren Kräften zusammen. Wie ein Wasserfall sahen die sich schlengelnden Schneemassen nun aus.
Im Vergleich dazu hier eine Lawine aus 2012:
Auch wenn man sich in sicherer Entfernung befindet, kann es einem bei solchen Naturgewalten schon kalt den Rücken runter laufen. Wunderschön anzuschauen an Steilwänden, aber gefährlich in Skigebieten. Auch wenns schon tausend Mal gesagt wurde: Bitte nie abseits der Pisten fahren, nirgends - schon gar nicht im Glarnerland!