Ok der Rückschlag begann schon an Weihnachten 2021... Wir waren bei meiner Familie und dort gab es so leckere Sachen, aber nicht viel "ohne Zucker, Lactose oder Glutenfreies". Leider hatte sich die Lust an Leckereien dann im Jahre 2022 gehalten. Zwar weiterhin eher bewusst ernährt, aber ständig gab es "Ausnahmen", die dazu führten, dass meine Waage dann wieder satte 89,5 Kilo anzeigte.
Heute schreiben wir den 30.8.22, ein ganz normaler Dienstag, sechs Tage recht zuckerfrei... Erstes Zwischenergebnis 86,6 Kilo - eigentlich wollte ich 85,7 schreiben, aber nein - heute morgen zeigte die Waage wirklich 86.6 Kilo an. Aber immerhin keine 89.5 Kilo mehr und heute war ich so stolz, diesem super leckeren Papageienkuchen von der Tanke nach fast 24 stündigem Fasten widerstanden zu haben... Stattdessen gönnte ich mir eine Wiener, zwei hauchdünne Scheiben Ofenschinken und etwa 2 Hände voll Erdnussflips... Ok, was man zugeben muss - das ist nicht wirklich zuckerfrei, leider enthalten sowohl Wiener als auch der Ofenschinken Zucker. Danach war ich satt, so dass ich wirklich nichts mehr essen wollte. Dafür gabs aber gestern Gesundes... Lactosefreier Joghurt mit Heidelbeeren und Bircher Müslikörnern und drei Stück Honigmelone, dazu ein paar Weintrauben. Man kann definitiv superlecker auch ohne Zuckerzusatz essen, Problem ist aber nach wie vor: Fast in jedem gekauften Produkt ist irgendwie Zucker drin. Selbst beim Sushi, Ofenschinken usw. Naja - und ausserdem muss man beim Fruchtzucker ebenfalls total aufpassen, das setzt natürlich genauso an, wenn man etwas zu viel nimmt - was mir ja leider häufiger passiert.
Unterschied beim "Abnehmen" diesmal ist: Ich will abnehmen. Beim letzten Mal war es "einfach" die Ernährungsumstellung - radikal nichts mit Zucker wegen der Schilddrüse usw. Ob ichs jemals nochmal schaffe, auf unter 80, besser unter 75 zu kommen? Es wird hart, dafür hat es aber auch Vorteile. Mal schauen...
Dienstag, 6.9.22 - 87,8...
Man sollte ein Buch über das führen, was man wirklich zu sich nimmt. Es ist jedenfalls schon recht niederschmetternd, dass das Abnehmen so langsam voranschreitet und die Waage so ungnädig ist. Am Montagmorgen zeigte sie wieder furchtbare 88.7 an, aber ok - da gab es am Freitagmittag eine ganze Portion Chicken Satay mit Reis, am Abend und in der Nacht im Ausgang noch Frühlingsrollen und ein ganzes Menü erneut mit Reis, frittiertem Chicken und Lemonsauce. Am Samstag mied ich die Waage. Bewegung wäre ein Schlüssel... Also gingen wir Sonntagabend mit dem Pony spazieren, gönnten uns danach aber leider noch eine Pizza. Keine Glutenfreie, weil die Normalen ja doch leckerer sind, dafür schön mit Mascarpone... Sonntag ist zudem dann noch der Tag, an dem mal richtig gefrühstückt wird. Pflaumenmus, Honig, Orangensaft, dafür glutenfreies Brot, was aber auch direkt auf die Hüfte geht (zumindest bei mir). Also war ich gestern Morgen ja schon aufs Schlimmste gefasst...
88.7 - als ich diese Zahl sah, war ich trotzdem deprimiert. Da fastet man die Woche über, verzichtet auf jenste Sachen, ernährt sich gesund und bewusst, um dann an zwei Tagen wieder den ganzen Erfolg zunichte zu machen. Nunja - mittlerweile sind bei mir der Montag und Dienstag aber eh schon als Tage des Fastens im Bewusstsein.
Also hier das "Esstagebuch" für Montag: Letzte Mahlzeit am Sonntag 21:00 Uhr (die Pizza mit Mascarpone...), erste Mahlzeit am Montag um 17:30 Uhr. Es gab 350g Joghurt, also 2 kleine Becher, lactosefrei, glutenfrei, gemischt - Protein Joghurt von Emmi gemischt mit Naturjoghurt, Körnern und etwas Obst (Gabys Weintrauben), danach noch etwa 80 g Müsli mit einer klein geschnittenen Banane. Das Müsli ist zwar glutenfrei, hatte aber leider auch etwas Zucker enthalten. Das ist bei mir leider immer etwas der Appetitanreger, so dass ich mir nach der Arbeit noch zwei Wienerli von der Tanke holen "musste". Fehler also: Müsli, Banane, Wienerli so spät am Abend.
Das Esstagebuch von heute: Bis 18:00 Uhr nur Nescafe ohne Milch, super hungrig nach der Arbeit hatte ich überlegt und Kalorien eines Döners recherchiert. Etwa 700 bis 800 Kalorien, auf dem Heimweg bekam ich aber Lust auf Spaghetti mit Ketchup. An der Tanke wollte ich noch einen Kakao und Brot für Stefan holen und suchte nach irgendetwas Essbarem für "gleich", das gar keinen Zucker, möglichst auch mal keinen Zuckerersatz und kein Gluten enthält.,. Im Käseregal fand ich das erste - so einen kleinen, einzeln verpackten Käsestick und dann griff ich mir noch eine Tüte Erdnussflipps. Vom Käsestick hob ich mir die Hälfte für morgen auf und da diese 200g Erdnussflips total ja auch um die 900 Kalorien haben und derbst viel Fett enthalten, nahm ich davon insgesamt so drei Hände voll, maximal etwa 50g.
Zuhause angekommen setzte ich das Wasser für die Spaghetti auf, stellte den Ketchup raus (wollte sogar den Zuckerfreien nehmen) und mistete währenddessen den Kühlschrank ein wenig aus. Ein letzter seit Ewigkeiten im Kühlschrank gelagerter Streifen Haselnuss Schoki landete dabei dann versehentlich doch in meinem Mund und das führte dann dazu, dass ich Appetit und Lust auf mehr bekam. Also ging ich in den Keller zur Vorratskammer und stopfte mir dort noch drei Schnapspralinen in den Mund - Eierlikör. Soooo verdammt lecker, aber zumindest schaffte ich es, "nur" drei der kleinen sechs übriggebliebenen Mistdinger zu essen. Danach folgte dann noch ein zwar gluten-, aber nicht zuckerfreier Erdnussriegel und auf einmal hatte ich keinen Hunger und keine Lust auf Spaghetti mit Ketchup mehr. Ich dachte, wie ätzend ich es finde, heute nun überhaupt zu solchen Süssigkeiten gegriffen zu haben, aber ja - passiert, ein Fehler und irgendwie hat es mir dann ja zumindest auch die Lust auf diese doch ebenfalls nicht so gesunden Spaghetti mit Ketchup verdorben. Dafür gab es dann noch 3 Feldschlösschen - also auch kontraproduktiv, weil es ja auch Gluten enthält und Alkohol der Schilddrüse ja auch nicht gerade gut tut.
Kalorien heute waren trotz Fastens also dann doch noch zwischen mindestens 800 bis vielleicht maximal 1100. Und leider war dieser Tag auch nicht gerade mit gesundem Essen verbunden. Mal schauen, was die Waage dazu morgen sagen wird...
Meine Arbeitskollegin hat gestern so schön gesagt, dass man sich selbst auch ab und an loben und sagen sollte, dass es ok ist, wenn man sich auch mal etwas gönnt. Also demnach: Ich bin stolz auf mich, dass ich diesem super leckeren Papageienkuchen und all den anderen Zuckersachen an der Tanke widerstehen konnte. Auch dass ich mir nach diesen blöden Zuckersachen zuhause keine Spaghetti mit Ketchup mehr machte, finde ich gut.
Plan für morgen: Nescafe ohne Milch, nochmals bis 17:45 Uhr fasten, tiefgefrorene Himbeeren, einen Apfel, etwa 100 ml Milch und einen Becher Joghurt mit gluten- und zuckerfreien Haferflocken mitnehmen, für den Notfall (Hunger nach der Arbeit 22 Uhr) noch eine Wiener mitnehmen.
19. Januar 2023
Es ist echt brutal - nun habe ich fast mein Gewicht vor der ersten Ernährungsumstellung im Jahre 2020 zurück und bin ziemlich sauer auf mich. Was habe ich doch im Jahre 2021 gesagt? "Ich will nie wieder so viel wiegen." Disziplinlosigkeit ist echt ätzend und enttäuschen kann man sich am besten selbst...
Wie kam es dazu? Ganz einfach: 2022 ständig die Ausnahmen, Guetsli backen ab Anfang Dezember - Vanillekipferl mit gebrannten Mandeln und diese verdammt leckeren Schoko-Orangen-Kekse nach dem Rezept meiner Grundschullehrerin. Ziemlich viel - zum Verschenken, aber natürlich habe ich selbst wohl am meisten davon gefuttert.
Weihnachten ging es dann weiter - fast zwei Wochen verbrachte ich Ende 2022-Anfang 2023 bei meiner Familie, bei den Eltern und der Schwester und gefühlt hatte man sich da mehr rollend und stets vollgefressen durch die Welt bewegt. Ganze 4,5 Kilo allein in den zwei Wochen zugenommen - bis zum aktuellen Kampfgewicht von fast 95 Kilo...
Momentan mache ich nun wenigstens wieder Intervallfasten und die letzten Weihnachtsguetsli, Muttis Stolle und all die Schokolade neigen sich dem Ende zu. Gekauft wird aktuell nichts Süsses. Hier möchte ich wieder Alternativen suchen. Also Schokolade mit Kokosblütenzucker oder der Süsse der Kakaobohne. Davon bekomme ich keine Heisshungerattacken wie bei all den normalen Süssigkeiten. Ganz so hart wie 2020-2021 werde ich aber nicht mehr sein - Senf, Sushi, Wurst sind ok. Leider ist ja schier überall Zucker enthalten und wenn man mal Müsliriegel ohne Zucker findet, enthalten diese meist Gluten. Gluten- und lactosefrei soll aber schon Standard werden, nur wenige Ausnahmen so wie heute erlaubt.
Die Kontrolle zurückgewinnen, diszipliniert sein, widerstehen können - das sind meine Ziele. Ich werde sie nicht täglich erreichen können, aber es soll so sein, dass ich stolz auf mich bin und langfristig auf ein Maximalgewicht von unter 80 komme. Endziel liegt zwischen 72 bis 76. Und klar - es soll nicht nur ums Abnehmen, sondern vor allem auch um die Verbesserung meiner Blutwerte gehen. Hashimoto ist ziemlich fies, da sollte man seinem Körper helfen.
Aufschreiben, was man isst - ich hasse das eigentlich, aber es hilft und verschafft einem einen besseren Überblick, also fange ich nun wieder damit an.
19. Januar 2023: Fasten 16 Stunden, 13:00 Uhr Essen bei Molini: kleiner Salat und etwa 5 Mini-Pizzabrötchen (mit Gluten), Pizza Hawaii glutenfrei, aber mit Mascarpone, Mineralwasser & Kaffee & Tee (jetzt ist es 20:15 Uhr, Spaziergang mit Penny, hoffentlich esse ich heute nichts mehr...)
20. Januar 2023: Momente, in denen man stolz auf sich ist... Heute fühle ich mich super - 24 Stunden gefastet, also gestern wirklich nichts mehr gegessen. Heute dann 13:30 Uhr eine Wiener und danach das Hackfleisch für die selbstgemachten noch kommenden glutenfreien Cheesburger mit Spinatbeilage vorbereitet. Es sind zwei Hamburger Brötchen (sehr klein) von Schär, leider mit Zucker, insgesamt Zucker dann heute ca. 8 Gramm (inkl. Wiener). Jetzt gehe ich aber zuerst noch mit Penny in den Wald und freue mich dann aufs Essen. Ziel für heute wäre, danach höchstens noch einen zucker-und lactosefreien Vanillepudding zu essen (falls die Heisshungerattacke kommt...).
21. Januar 2023: Gestrige Ziel erreicht und heute auf der Waage auch direkt belohnt. 93.9 Kilo - klar schrecklich und es wird noch lange dauern, bis sich das wieder normalisiert, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Worauf ich besonders stolz bin - alle Guetslis gestern in eine Dose gemacht, zu all den anderen Überbleibseln auf das Klavier gestellt und mega in Versuchung gekommen. Es hat so wahnsinnig süss und lecker gerochen, die Pralinen haben mich angelacht, aber nein - ich habe mich umgedreht und konnte endlich widerstehen. Zu den 1 1/2 Cheesburgern kam noch ein Cordon Bleu und ein bisschen Spinat dazu, allerdings auch mit Penny geteilt. Danach gab es dann noch einen halben Emmi-Stracciatella Pudding mit Heidelbeeren (natürlich ohne richtigen Zucker & lactosefrei) und ab 20 Uhr lag ich dann faul und vollgefressen auf der Couch. Ich hätte nicht gedacht, dass ich schon abgenommen habe, weil es doch recht viel war. Umso mehr dann natürlich die Freude heute morgen wegen des ersten verlorenen Kilos.
Jetzt ist es gerade 12:50 Uhr und die selbstgemachten, glutenfreien Brötchen sind im Ofen. Belag wird Honig, Lachs, Schweinefilet und zuckerfreie Marmelade werden, dazu zwei Eier mit Kavier und Kaviarcreme - kanns kaum erwarten. Danach gehts zum Ponyspaziergang und am Abend macht Stefan einen Wok. Ich werde wieder versuchen, an den Pralinen etc. vorbei zu gehen. Am besten ist es wohl, wenn Stefan sie in sein Arbeitszimmer nimmt.
23:00 Uhr: Yeah, also Stefans Gemüsewok war scharf, super lecker, dazu Rindfleisch in Rotwein mit Soya gekocht, etwas Reis. Nicht viel gegessen, aber pappsatt und happy. Alle Weihnachtsleckereien nun an Stefan übergeben, der sie wohl mit ins Geschäft nimmt und heute beim Einkaufen endlich wieder eine Grundausstattung für die hashimototaugliche Ernährung gekauft. U.a. Lindt Kakaofruchtschokolade (nur der Fruchtzucker der Kakaobohnen enthalten), Kakaonibs, reiner Kakao, Kakaobutter, Vanillemark - so kann die Schokoladen-Eigenkreationszeit beginnen. Neues Ziel: Mindestens einen Monat lang keinerlei Haribos, "normale" Schokolade, keinerlei Toffifees etc. Also auch auf "Industriezucker" wie einst verzichten. Wäre ja cool, wenn ich es pünktlich zum Davos Wochenende doch noch in meine neue Skihose schaffe. Gekauft im Brocki, superschön und gerade mal 11 Franken. Halt noch ein, zwei Nummern zu klein. Aber mal abwarten, vielleicht schaffe ich es ja bis dahin.
22. Januar 2023 Wahnsinn, wie die Kraft wiederkommt, der 4 Tag ohne "Industrierzucker" und ohne Gluten und ich fühle mich schon viel fitter. Heute gab es 13:00 Uhr 1 1/2 selbstgebackene Brötchen mit Lachs, Schweinefilet und Vitella Thonata und 2 Eier mit Kaviar und Kaviarcreme. Spüre die Lactose, aber sonst alles gut. Jetzt geht es auf den Zugerberg und dort eine schöne Runde Spaziergang. Heute Abend dann Hühnchen mit Gemüse und Papas Orangensauce, ohne Kohlenhydrate. Auf Süsses werde ich heute wohl verzichten oder falls der masslose Appetit kommt, dann nochmal einen Streifen von der Lindt "PurKakao" Schoki. Davon hatte ich gestern Abend auch noch 2 Streifen. Gewicht blieb ziemlich gleich. 93.7 Kilo... Aber immerhin 100-200 Gramm weniger als gestern.
23. Januar 2023: Frustrierend - heute zeigte die Waage wieder geschlagene 94.4 Kilo an und das, obwohl wir gestern statt Zugerberg einen recht anstrengenden Wanderweg bei Unterägeri machten. Hoch und runter, wirklich anstrengend. Keinerlei Süsses gestern, nicht mal ein kleines Stück von "meiner" Schoki. Allerdings hatten wir gestern auch erst am Abend gegen 21:30 Uhr gegessen, Hühnchen mit Gemüse und dieser leckeren Orangensauce. Beim Gemüse und der Sauce hatte ich echt reingehauen. Zuviel. Dafür bin ich heute wieder härter zu mir. Mein Magen knurrt, es ist jetzt 11:00 Uhr, aber heute ist 18 Stunden Fasten angesagt. Essen gibt es erst nach dem Nachmittagskurs gegen 17:45 Uhr. Und heute dann auch nur diese eine Mahlzeit - jedenfalls mal so mein Ziel. Nun muss ich noch die Kursberichte schreiben, mit Penny gehen und dann freu ich mich auf 17:45 Uhr...
23. Januar 2023
Das dritte Jahr schreibe ich hier auf meiner Homepage nun schon über den tagtäglichen Kampf mit mir selbst. Es ist Wahnsinn, wenn man rückblickend einiges liest. Am Freitag, dem 29. November 2019 erhielt ich die Diagnose "Hashimoto" und am darauf folgenden Tag fing die radikale Ernährungsumstellung an. Es ist irgendwie schön, nochmals auf das erste Jahr zurückblicken zu können. Mit 97 Kilo fing der Kampf also am 30.11.2019 an. Am 24. Januar 2020 hatte ich sage und schreibe schon 10 Kilo weg. Wie ich das damals nur innerhalb von 2 Monaten schaffen konnte, ist mir aktuell ein Rätsel. Heute denke ich, dass ich für 10 Kilo wohl mindestens 5-6 Monate brauche. Aber ja, im Juni 2023 wieder "nur" noch 84 statt 94 Kilo zu wiegen, ist ein schöner Gedanke. Das ist den tagtäglichen Kampf wert. Ich denke zwar, dass es hier und da auch wieder Misserfolge geben wird, aber das Ziel steht fest: Maximal 78 Kilo per Ende 2023... Also mindestens 16 Kilo müssen wieder weg.
Manuskript des Kampf-Tagebuches
In diesem Jahr habe ich mir nun noch eine weitere Idee in den Kopf gesetzt. Ich möchte meiner früheren Chefin dieses Tagebuch als Manuskript geben. Vielleicht interessiert es nicht gerade viele Menschen, wie man sich täglich Ernährungsziele setzt und was man so isst, aber wenn es nur ein oder zwei Menschen gibt, die durch ein solches Buch selbst Motivation für eine Veränderung finden, ist es mehr, als ich mir zu erhoffen wage. Aber im Grunde genommen wäre ich schon glücklich, wenn ich dadurch selbst diszipliniert bleibe und noch einmal, aber dauerhaft das erreiche, was ich im Jahre 2021 schon einmal schaffte. Da gab es sogar mal zwei Tage, an denen die Waage 69, 5 Kilo anzeigte. Aber ok, das muss nicht erreicht werden, damals war ich (glaube ich) kurz davor, in die Magersucht abzudriften...
Wenn Saures/ Bitteres auf einmal zuckersüss schmeckt
Heute habe ich es tatsächlich geschafft, bis 17:45 Uhr zu fasten. Dann habe ich die leckere Gemüse-Reis-Pfanne von Stefan gegessen und anschliessend eine Grapefruit. Bei der Grapefruit habe ich beim Einschneiden noch daran gedacht, wieviel Zucker ich früher noch darüber gestreut hätte. Doch als ich sie dann gegessen habe, schmeckte sie tatsächlich genauso wie damals mit so viel Zucker. Zuckersüss. Ich habe mich echt kurz gefragt, ob ich versehentlich doch Zucker rüber gestreut habe, weil sie wirklich so extrem süss schmeckte - aber nein, ich war bei der Arbeit und da habe ich gar keinen Zucker. Jedenfalls nicht "meinen" Zucker. Diesen Moment fand ich einfach extrem speziell, weil ich nicht damit gerechnet hätte, dass sich meine Geschmacksnerven so schnell verändern. Bei meiner ersten Ernährungsumstellung 2019/2020 dauerte es sicher 4-5 Monate, bis Karotten und Grapefruits so süss schmeckten. Mein Ziel ist auf jeden Fall für heute erreicht. Nun bin ich gespannt, wie die Waage morgen früh darauf reagiert.
24. Januar 2023: Die heutige Reaktion meiner Waage: 93.3 Kilo. Langsam Tendenz nach unten, Gefühl ist schon zig Mal besser. Heute Vormittag ging ich mit Mary und Penny spazieren und habe dabei gedanklich das Ziel für heute formuliert. Nochmal hart - erstes Essen heute am frühen Abend nach der Arbeit. Dann habe ich 25 Stunden gefastet und ich freue mich jetzt schon tierisch auf das Gemüse in der Orangensauce vom Sonntag. Dazu hole ich mir noch Pouletcordonbleau und klar - Penny bekommt das zweite Stück. Danach eventuell noch ein Vanillepudding (also zucker- und lactosefrei) und dann wird bis morgen gegen 12:30 Uhr gefastet.
25. Januar 2023: Ok, ganz das gestrige und heutige Ziel habe ich nicht erreicht. Gestern gegen Mitternacht kam mir noch in den Sinn, mal "hashitaugliche" Schokopralinen zu machen und natürlich habe ich auch in der Nacht schon ein bisschen was davon probiert/ die Schüssel ausgekratzt. Vorab: Es hat Potential, aber der erste Versuch war so lala - viel zu viel Meersalz mit Blüten genommen.
Erster Schokopralinenversuch - Rezept
Also im Grunde genommen hatte ich mich an kein Rezept gehalten und mal nach Lust und Laune probiert. Mandelsplitter mit Xylit versucht, zu karamellisieren. Vanillemark und Salz dazu. Das war aber nicht so erfolgreich - die Mandeln wurden eher dunkel und es karamellisierte nicht wie gewünscht. Dann habe ich noch Kokosblütenzucker hinzugegeben. Das Ergebnis wurde aber nicht wirklich besser. Da ich wohl auch etwas viel Wasser genommen hatte, schäumte es ein wenig. Dann habe ich die Masse durch ein Sieb gegeben und die zähflüssige, karamellartige Flüssigkeit in eine neue Pfanne gegeben. Anschliessend habe ich glutenfreies Müsli dazu gegeben und es bei leichter Hitze stetig gerührt. Das wurde gut. Als Pralinenform diente die Eiswürfelform mit Silikonboden. Dort habe ich dann mit einem Espressolöffel jeweils etwas von der Karamell-Müslimasse hineingegeben und erkalten lassen. Nebenbei habe ich bei geringer Hitze 100g Kakaobutter mit ca. 100 g Xylit über einem Wasserbad schmelzen lassen. Das Problem war dann, dass sich das Xylit nicht gut auflöste und sich als Masse absetzte. Selbst durch langes Pürieren wurde es nicht besser. Ok, ich hatte mich damit abgefunden, dass es keine glatte Masse mehr wird und gab dann etwa 30 g kleingehäckselte Kakaonibs mit ca. 70 g Kakao dazu. Mit einem Schneebesen und über dem Wasserbad habe ich es dann noch etwa 20 Minuten gerührt. Von der Konsistenz her war es wie geschrieben keine glatte Masse, aber es wirkte ok. Mit einem kleinen Löffel habe ich dann die Kakaomasse in die Eiswürfelform über das leicht karamellisierte Müsli gegeben. Es verteilte sich gut. Da noch Kakaomasse übrig war, habe ich dann eine richtige Pralinenform genommen, getrocknete Erdbeeren hineingelegt und den Kakao darüber verteilt. Beide Formen langsam erkalten lassen und anschliessend über Nacht in den "Wintergarten" gestellt. Temperatur dort vielleicht um die 5 Grad. Quasi wie im Kühlschrank. Heute morgen konnte ich es kaum abwarten, die Pralinen zu probieren. Sie lösten sich recht gut aus den Formen und sahen wirklich gut aus. Der Geschmackstest war wie erwartet - zu viel Salz. Aber ansonsten super lecker. Zumindest ist es nun erstmal etwas, was ich zwischendurch bei fiesen Heisshungerattacken mal essen kann. Ein bis zwei Pralinen - und das Gute: Weil es wirklich versalzen ist und nur "meinen" Zucker enthält, habe ich anschliessend keine Lust mehr auf Süsses.
Also Ziel fürs Erste einigermassen erreicht. Eine Alternative erschaffen und Erfahrungen gesammelt. Beim nächsten Experiment werde ich es ähnlich, aber nur mit einer kleinen Prise Salz machen. Wahrscheinlich stelle ich dann aber zuvor eine Art Sirup mit dem Xylit Zucker her. Heute habe ich nämlich gelesen, dass der Schmelzpunkt bei Xylit bei 92-94 Grad liegt. Kakaobutter hingegen sollte man nur langsam und bei Temperaturen zwischen 28 bis maximal 36 Grad erwärmen. Vielleicht klappt es so besser. Müsli leicht zu karamellisieren war aber eine gute Idee. Das schmeckt super. Beim nächsten Mal werde ich wahrscheinlich auch noch Haselnusskerne leicht karamellisieren. Einfach immer mit Zuckeralternativen. Evt. versuche ich es auch noch mit Reissirup.
26. Januar 2023: 92,7 Kilo - es ist einfach schön, dass die erneute Ernährungsumstellung kleine Erfolge mit sich bringt. Heute seit genau einer Woche hat es wieder "Klick" gemacht. Ich denke, dass 2,3 Kilo in einer Woche gut sind. Wenn es so weitergehen würde, hätte ich innerhalb des ersten Monats 9,2 Kilo geschafft. Vermutlich wird es aber doch eher 6-7 Wochen dauern und nochmal ins Stocken geraten... Aber egal, eigentlich geht es mir mittlerweile auch eher um die neue/ zurückgewonnene Lebenseinstellung: Ziele sind klasse (egal, wie "mini" sie aussehen mögen), Disziplin tut gut und stolz auf sich selbst sein können, ist ein wunderbares Gefühl, macht zufrieden. Mein heutiges Ziel: Nach der Arbeit noch Porridge mit Heidelbeeren, am Abend einen schönen Spaziergang mit Penny zum See und mit sich zufrieden sein. Gegessen hatte ich heute Morgen einen Naturejoghurt mit Heidelbeeren, etwas Agavensirup, Bircher Müsli-Körner und etwas Milch (0,1% Fett) - und kleingeraspelter Schokolade. Die Pralinen von vorgestern waren ja leider etwas versalzen und eigentlich wirklich nicht fein. Aber kleingehäckselt eignen sie sich super, um einen "Stracciatella-Geschmack" zu zaubern. Es war wirklich mega lecker und machte satt, ohne dabei dieses unangenehme Völlegefühl zu haben.
Langfristig sollte ich mich wohl zusätzlich noch mit einer ausgewogenen Low Carb Ernährung auseinander setzen.
***Ergänzung am 26. Januar: Ziel nicht erreicht... Aber trotzdem zufrieden.
"Pläne sind dazu da, um geändert zu werden."
Im Innersten finde ich die Menschen, die Pläne machen können und sich dann auch noch daran halten, wirklich toll. Sie sind strukturiert und zuverlässig, was meiner Meinung nach sehr schöne Charaktereigenschaften sind. Echt und ehrlich: Ich bewundere Leute wie "Häusi", zähle selbst aber leider nicht dazu. Termine/ Pläne für die Wochen/ Monate vorher zu machen, ist nicht meine Stärke. Mir ist es selbst ein Gräuel, meinen eigenen Geburtstag mehr als eine Woche vorher zu planen...
Mein heutiger Plan ging also nicht auf. Der lange Spaziergang mit Penny zum See sowie das Porridge davor wurden gestrichen. Gegessen habe ich heute tatsächlich nichts mehr. Unsere heutige Zoom-Lehrersitzung war so spannend, so dass ich anschliessend noch an neuen Zusatzmaterialen für den Deutschunterricht sass (Akkusativ-Übersicht) und nebenbei noch ein Anruf von Mania kam. Namen extra nicht geändert... Das ist das Schöne an echten Freundinnen - egal wie lange man sich nicht hörte oder sah: Man spricht sofort wieder aus dem "Nähkästchen" und kann stundenlang plaudern. 2 Stunden Mania Gespräch an einem Donnerstagabend... Sie arbeitet auch als Deutschlehrerin, zwischen 2017-2019 waren wir in Zug sogar Arbeitskolleginnen. Meinen Vertrag dort "musste" ich ja "leider" schon Ende 2018 auflösen, ihren Vertrag konnte sie aufgrund einer neuen Stelle nun auch endgültig kündigen.
"Abschied heisst. was Neues kommt."
Das Leben ist eigentlich wie in ein Labyrinth. Du läufst und läufst, schaust zurück und auf einmal siehst Du etwas Neues. Kollegen, mit denen man sich versteht, eine Leitung, die Dich schätzt und neue Gesichter, die dich begrüssen und dich auch langfristig herzlich aufnehmen. An einigen Tagen mag man sich die Frage stellen: "Warum....?" Die Antwort gibt oft erst die Zukunft. Es ist superschön, wie sie von ihrem neuen Team und der Leitung spricht. Es ist im Grunde so wie bei mir. Manchmal frage ich mich, ob man es so frei sagen darf - aber bei mir stimmt es heutzutage beruflich wie privat zu 100% und ich denke oft, dass ich mit keinem Menschen der Welt tauschen möchte. Klar gibt es immer Sachen, die noch besser sein könnten. Aber tauschen? Nein. Ich liebe meinen Partner, meine Tiere, mein Leben und meine Chefinnen und fast alle Kollegen. Und neu: Auch den Donnerstag. Mania und ich haben nun abgemacht, dass wir uns jeden Donnerstag treffen. Vorwand: Sport und das gemeinsame Ziel, abzunehmen. Schwimmen, aber wenn uns mal nicht nach Schwimmen ist, machen wir etwas anderes. Von ihr könnte ich u.a. das Stricken lernen. Sie würde gern das Nähen lernen - oder einfach auch ab und zu walken. Was Penny natürlich begrüssen würde...
27. Januar 2023: 91 Kilo! Ich habe heute morgen meinen Augen kaum getraut. Ok, gestern kam ich tatsächlich nicht mehr zum Essen, machte es mir nach dem langen Telefonat mit Mania noch mit Stefan gemütlich und es gab quasi "Flüssignahrung". Viel zu lange sassen wir für einen Donnerstagabend im Vorgarten, gegen 2 Uhr etwa lagen wir dann endlich im Bett. Ich muss wohl um die 5 Baarer Bier (0,33) und ein Glas Wein getrunken haben. Heute fühlte ich mich matschig und hätte um ein Haar verschlafen. Gegen 14 Uhr habe ich heute gegessen. Chicken Satay mit ein wenig Reis - zwar enthält es auch Zucker, aber die Heisshungerattacke blieb aus. Anschliessend gab es noch 2 Kiwis und eine Passionsfrucht und vor dem etwa einstündigen, recht anstrengenden Spaziergang mit Penny gönnte ich mir ein Stück Kakaofruchtschokolade. Und nun: Ab auf die Couch...
28. Januar 2023: Am Abend (...) wollte ich es mir zwar auf der Couch gemütlich machen, dann kam mir aber in den Sinn, die kandierten Mandelstifte vom ersten Schokoladenversuch endlich mal aus der Pfanne zu "kratzen". Das klappte natürlich nicht, zuerst mussten sie nochmals leicht erhitzt werden, dann löste sich der gesamte "Block". Erstaunlicherweise waren die Mandelstifte ziemlich lecker, obwohl der Kokosblütenzucker so extrem dunkel beim Kandieren wurde und ich dachte, dass er verbrannt sei. Mir schoss durch den Kopf, dass man damit sicher super leckere Pralinen machen kann und so machte ich mich ab 21 Uhr Uhr an das 2. Schokoladenexperiment. Zuerst schnitt ich die kandierten Mandelstifte in kleine Stücke, füllte sie in die Eiswürfelform, nebenbei röstete ich noch Haselnusskerne und füllte anschliessend die beiden kleinen Pralinenformen mit den Kernen und jeweils 2-3 Rosinen. Früher liebte ich diese Haselnuss-/ Rosinenschokolade von Aldi und ich war nun sehr gespannt, ob man es nicht so ähnlich hinbekommen könnte. Dann schmolz ich 200 Gramm Kakaobutter (bei geringer Temperatur), gab etwa gleich viel reinen Kakaopulver, etwas Vanillemark und eine kleine Prise Salz dazu (125 Gramm Biokakao + ca. 90 Gramm Caillier Kakaopulver), verrührte es über dem Dampfbad zu einer super feinen und gleichmässigen Masse und süsste es diesmal nicht mit Xylith, sondern mit Agavendicksaft, Birnenkonzentrat und Reissirup. Insgesamt etwa 100-150 Gramm. Die Masse wurde überhaupt nicht klumpig, sie blieb so fein und glatt. Diese Schokomasse sah wirklich toll aus - und das Beste: Auch im Geschmackstest war es der Wahnsinn. Zuerst nahm ich getrocknete Apfelringe und tauchte sie zur Hälfte ein, auf Backpapier liess ich sie dann trocknen, einige landeten schon vorher in meinem Mund. Oh Gott - wie lecker... Dann füllte ich vorbereiteten Pralinen- und Eiswürfelform mit der Schokolade auf und liess es zuerst in der Küche und anschliessend im kühlen Vorgartenraum abkühlen/ aushärten.
Da sich Stefan zwischendurch Brot mit Käse und Wurst machte, bekam ich auch noch Appetit und zog mich gegen 23:00 Uhr mit einer Packung (35g) Schärcrackers, Scheibenkäse und hauchzart geschnittenes Poulet auf die Couch zurück. Auf der einen Seite ärgerte ich mich, dass ich so spät noch esse, auf der anderen Seite war es superlecker und tat nach dem Süssen gut. Die Pralinen waren gegen 23:30 Uhr bereits ausgehärtet und ich konnte sie probieren. OMG - traumhaft. Fein glänzend, perfekte Formen und dazu noch superlecker. Ich fand es sogar noch besser, als die gekaufte Schokolade und geriet gerade auch bei den Haselnuss-Rosinenpralinen ins Schwärmen. Ich glaube, ich habe sicher 4-5 Pralinen und noch 3-4 Apfelringe gegessen. Des Nachts erzählte ich Stefan noch, dass ich unbedingt mal beim Clement, einem Zuger Schokohersteller, vorbei gehen und ihn probieren lassen möchte. Bei ihm habe ich vor rund 2 1/2 Jahren das erste Mal Schokolade mit Kakaofruchtzucker probiert und mich so gefreut, eine Alternative zu herkömmlichen Süssigkeiten gefunden zu haben. Erst später kam die reine Lindt-Kakao Schoki auf dem Markt.
...31.1. kein aktuelles Gewicht... Wahrscheinlich bei über 95.... Es sind gerade die Tage, an denen ich immer wieder echt mit mir kämpfe. Gestern war ich von 8:30 bis 21:45 Uhr im Geschäft/ in der Schule und zwischendurch war ich so derbst k.o., so dass ich schon davon träumte, kurz zu Spar zu gehen und irgendwas Süsses zu holen. Ich war total im Eimer. Kein Wunder - am Sonntagabend haben Stefan und ich Käsefondue (mit Lactose...) gegessen und ich kam auf die glorreiche Idee, statt Brot Cordon Bleu in den Käse zu dunken. Ich wollte ja (fast) glutenfrei essen... Nunja, bei Spar schaffte ich es dann doch, all den Süssigkeiten zu widerstehen und kaufte nur "Hashimototaugliches" ein. Obst, glutenfrei, lactose- und zuckerfreien Joghurt etc. Am Abend telefonierte ich dann lange mit einer Kollegin, gönnte ich mir dazu drei Gläser Wein - was ich allerdings am Folgetag so richtig bereute...
2. Februar 2023: Der gestrige Tag war echt fies. Gewicht 93.3 Kilo. Ich hatte zwar keinen Kater, habe aber am Morgen meinen früher so geliebten Krabbencocktail gegessen und danach gings mir hundsmiserabel. Scheinbar vertrage ich Lactose nicht mehr... Am Nachmittag schleppte ich mich noch zur Arbeit, aber für den Abendkurs suchten wir eine Stellvertretung. Ich war so froh, dass ich früher wieder heim konnte, hatte dann aber unterwegs so einen tierischen Heisshunger. Mc Donalds... BigMac, Filet o Fish und Chicken Nuggets. Verdammt. Zuhause machte ich es mir dann auf der Couch gemütlich, stopfte alles in mich hinein und war danach so platt, so dass die Abendrunde mit Penny dann noch eine Qual wurde. Total müde und kraftlos. Heute Morgen war ich auch noch total k.o., aber ich konnte mich zumindest aufraffen, meine Zehen neu zu lackieren und mich zu rasieren. Heute Abend nach der Arbeit will ich mein altes Hobby - das Schwimmen - wieder aufnehmen und so bin ich zumindest optisch schon mal parat. Jetzt geht es aber erstmal noch mit Penny los. Ab zur kleinen Kapelle, der Weg dorthin ist ziemlich anstrengend (berghoch), aber die Runde ist schön und der Rückweg dann ja auch leichter.
Essensziel für heute: Porridgetag.
9. Februar 2023: Eine Woche lang Schreibpause - also zumindest hier im "Essenstagebuch". Es war eine miese Woche. Gedanklich machte mich eine Kollegin fertig, die hinten rum böses und unwahres Zeug über mich erzählte und sich sogar bei unserer Chefin über mich beschwerte. Nunja, morgen haben wir ein Dreiergespräch, für das meine Chefin extra in die Schule kommt und danach ist dieser Mist dann hoffentlich aus der Welt. Gibt genug andere Probleme auf der Welt, da sollte man sich doch zumindest sein eigenes Umfeld zu einem Ponyhof machen und lieb miteinander sein. In dieser Woche hatte ich auch total Mühe, diszipliniert zu bleiben. Ein paar Mal war ich kurz davor, mir Süssigkeiten zu kaufen. Im Laden allerdings hatte sich der Hebel dann jeweils wieder in die richtige Position bewegt. Das einzige Ungesunde, was ich momentan ab und an esse, sind Erdnussflips. Viel Fett, aber zumindest kein Gluten und kein Zucker (jedenfalls die meisten Sorten). Jetzt ist gerade eine leckere Fertiglasagne im Ofen - allerdings nur für Stefan. Sie enthält leider alles, was ich sonst zu vermeiden versuche (Gluten, Lactose, Zucker). Für mich gibts stattdessen Porridge. Es ist echt zum Heulen - mein Gewicht ist genau gleich wie am 2. Februar. 93,3 Kilo. Es war eben auch die Woche vor meinen Tagen und da fällt es mir ja immer besonders schwer. Zwar alles "hashimototauglich", aber die Zeiten und teils auch die Mengen... Kein Intervallfasten und abends noch etwas gegessen. Klar, dass man so kein Kaloriendefizit erreicht. Ich schätze, dass ich mich damit abfinden muss, dieses Mal extremst langsam abzunehmen. Das mit den 85 Kilo zum Kissin Dynamit Konzert am 11.3. wird wohl eher nichts werden. Da bin ich dann wohl schon total happy, wenn die Waage zumindest knapp unter 90 anzeigt. Aber egal - das Abnehmen steht nun auch nicht mehr so im Vordergrund, vielmehr ist es der Gedanke, meinem Körper mit der besseren Ernährung helfen zu können und dadurch auch ein besseres Körpergefühl zu bekommen.
14. Februar 2023: Heute morgen startete der Tag direkt mit einem unerwarten Heulanfall. 93 Kilo - am Wochenende lag ich bei 92.2 Kilo. Es ist einfach nur mies. Tagtäglich aufpassen, ja nicht zu viel und immer genau hinschauen, was man isst. Ein Tag, der wohl erst schön wird, wenn ich dann abends mit dem Pony und Hund unterwegs bin...
Schleifen lassen ist beim Thema Ernährung nicht gerade eine gute Idee. Heute schreiben wir den 1. Mai 2023 und ich brachte heute Morgen fette 96,7 Kilo auf die Waage. Nach dem vielen Essen gestern und seit Ostern aber auch kein Wunder - Disziplin gleich 0.
Gluten, Zucker, teils Lactose - alles wieder schön in mich reingestopft und nicht ans Morgen gedacht. Ja, heute verfluche ich den Eisbecher von gestern und all das blöde Zeug, das ich wieder in mich hinein stopfte.
Gestern Abend habe ich alte Fotos angeschaut - 2020 - was war ich doch da stolz und ansehnlich. 75 Kilo - und man sah es mir an, dass es mir gut geht. Ich wünsche mir, dass ich nun doch wieder den Dreh hinbekomme. Klar - auf 75 Kilo zu kommen, wird eine Ewigkeit dauern, aber es soll wieder mein Ziel sein. Momentan ist es einfach nur schrecklich. Um die 8 Kilo schwerer als Stefan und dabei ist er 10 cm grösser.
Also hey let`s go. Heute Vormittag gab es Proteinpudding, insgesamt ca. 250 Kalorien. Die nächste Mahlzeit wird Porridge vor dem Abendkurs sein, danach nichts mehr. Für morgen ist Fisch mit Gemüse ohne fette Sauce angesagt. Ich will auch wieder zu "0-Zucker" übergehen - und natürlich auch wieder gluten- und möglichst lactosefrei essen. Also kein veganer Döner in den nächsten Wochen/ Monaten. Es muss sich etwas ändern, momentan bin ich einfach zu träge und fett.
2. Mai 2023: Ok, Pläne sind dazu da, um geändert zu werden. Gestern gab es vor dem Abendkurs doch kein Porridge. Ich wollte mir danach mal so richtig etwas gönnen und mir selbst zeigen, wie lecker auch gesundes Essen sein kann. Also ging ich zu Spar, packte so einiges ein: Karotten, Tomaten, lactosefreien Mozzarella, gekochte Eier, Avocado, Honigmelone, Rohschinken, glutenfreies Bauerbrot, Leberwurst, Ofenschinken und 2 Kiwis. Ich habe dann eine superleckere Leberwurststulle, Tomaten mit Mozzarella, ein Ei und eine Avocado gegessen. Pappsatt, aber zufrieden und glücklich satt. Nach dem Abendkurs gab es dann noch 2 Karotten mit einem Dip und eine Kanne Tee.
Das Gefühl, sich gleich schon besser zu fühlen, kam schon gestern und heute morgen zeigte die Waage dann gleich schon 95,3 Kilo an. 1,5 Kilo weniger als gestern morgen - klar, Flüssigkeit und am ersten Tag geht das Abnehmen halt auch immer rasant. Aber einfach das Gefühl, dass das Gewicht wie 2020 langsam runter geht, ist mega cool. Komplett ausschliessen kann und will ich den Zucker diesmal aber nicht - diese Leberwurststulle war der Wahnsinn. Leider ist ja auch ein bisschen Zucker in der Leberwurst enthalten. Es löste aber keinen Heisshunger aus und die Kiwi danach schmeckte auch göttlich. Eigentlich ist es gar nicht so schwer, die Ernährung wieder umzustellen - aber man muss am Ball bleiben und diszipliniert sein. Gestern habe ich demnach die letzten Maoams und das Baklava weggeschmissen. Einfach der Symbolik wegen.
Heute morgen zwar kein Fasten, weil ich keine Heisshungerattacke beim Bahnfahren haben wollte, dafür eine super leckere Porridgeportion mit Nüssen, Kakaonips und Heidelbeeren. Nach der Arbeit wird es aber nochmal Kohlenhydrate geben (Safran Risotto mit etwas Leberli vom Sonntagabend).